WISSEN = MACHT?

Wissen alleine nützt nichts!

 

Es ist völlig irrelevant, was Du alles weißt und gelernt hast, wenn Du es nicht in Dein Leben integrierst. Gerade in Bezug auf die Erfahrungen und das Wissen des Lebens - Weisheit bzw. integriertes, echtes Wissen entsteht erst, wenn man das Gelernte auch verwendet und sich danach ausrichtet.

 


»Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.«
~ Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)


 

Die harte Wahrheit ist:
Wissen allein macht uns nicht glücklicher, denn es macht uns nicht zu besseren Menschen. Ein Idiot ist und bleibt ein Idiot, egal wie viele Bücher er liest, Kurse er besucht und was er erzählt. Wenn er sich weiter wie ein Idiot verhält, spielt es keine Rolle. Denn nicht an ihren Worten wirst Du sie erkennen, sondern an ihren Taten. Denn die Taten zeigen den wahren Willen der Menschen. Drum solltest Du sie auch an ihren Taten messen, nicht an ihren Worten.


Es ist völlig irrelevant...

... wie viele philosophische Bücher man gelesen hat - wenn man das Geschriebene nicht versteht oder sich darüber keine eigenen Gedanken macht.

... wie perfekt man die Theorie des Autofahrens kennt - fahren lernen kann man nur durch das Fahren.

... wie oft man seinem Partner sagt, dass man ihn liebt - solange man es ihm nicht zeigt.

... wie viele "Freunde" man glaubt zu haben - wenn man sich nicht auf sie verlassen kann.

... was die raffiniertesten Theorien behaupten - man weiß es erst wie es wirklich ist, wenn es tatsächlich geschieht.

... was man anderen verspricht - wenn auf das Wort kein Verlass ist.

... wie oft man sich entschuldigt, wenn man das Verhalten immer und immer wiederholt.

... was man seinen Kindern erklärt - denn »Kinder machen nicht das, was wir sagen, sondern das, was wir tun.« - Jesper Juul

 

  • Integrität, Loyalität
  • Nächstenliebe, Selbstliebe
  • Empathie, Verständnis
  • Hilfsbereitschaft, Miteinander
  • Ehrlichkeit, Verlässlichkeit
  • Vergebung, Nachsicht
  • Barmherzigkeit, Wohlwollen
  • Respekt, Achtsamkeit
  • ...

Am Ende zählt unser Verhalten, unsere Menschlichkeit. Und die Fähigkeit dem Leben souverän zu begegnen. Und die erlangt man nur über die Praxis, nicht aber durch Theorie.

 

Was kann man noch glauben?

Nutze jede Information, die zu Dir kommt,
um Dein eigenes Ding daraus zu machen.

 

Man weiß heutzutage wirklich nicht mehr, wem oder was man glauben soll. Von allen Seiten bekommt man eine derart extreme Überfülle an Informationen. Jede Theorie inkl. ihrer Gegentheorie ist heutzutage logisch begründbar - teilweise sogar anhand derselben Informationen. Denn Information ist nicht gleich Interpretation.

 

Doch wer hat nun Recht?
Zum Glück ist das völlig egal. Denn jeder muss sich sein eigenes Bild von der Welt machen. Dazu können Informationen oder die Erfahrungen anderer zwar nützlich für ein umfassenderes Bild durch andere Perspektiven und Ansätze sein, jedoch besteht immer die Gefahr Informationen vom Außen einfach zu übernehmen, anstatt sie sich selbst über den eigenen Erfahrungsprozess zu erarbeiten und diese somit auch ins eigene Leben zu integrieren.

 

Gerade wenn man schier erschlagen wird von dem Überangebot an Informationen und dadurch den Überblick verliert, ist es umso wichtiger ein eigenes Bild entwickelt zu haben, um sich selbst die Klarheit und Stabilität zu verschaffen, in der Masse nicht die Orientierung zu verlieren. Dazu ist es essentiell wichtig, auch offen und bereit zu sein die eigene Wahrheit umzubauen oder sogar ganz zu verwerfen, wenn neue Informationen auftauchen, die sich zwar richtig anfühlen und stimmig sind, jedoch nicht in das bisherige Weltbild passen.

 


»Ich glaube nix mehr.
Mich überrascht nix mehr.
Trotzdem bin ich ständig baff.«
- Hanni


 

Der obige Dreizeiler beschreibt es ziemlich gut. Man weiß nichts mehr wirklich sicher, doch alles ist möglich. Und obwohl man schon so viel gesehen und erlebt hat und offen für alles ist, ist man doch regelmäßig wieder baff bzw. fasziniert ob der Dinge, die so in der Welt passieren und die die Menschen tun. Denn in der Natur ist der Vielfalt und Kreativität keine Grenzen gesetzt.

 

Wie umgehen mit Informationen?
Geht durch die Welt mit staunenden Augen und der Offenheit eines Kindes und seid trotzdem stets Skeptisch wie ein waschechter Kritiker. Aus jeder Information, egal worum es geht und von wem sie kommt, kann man etwas Nützliches für sich und das eigene Leben rausfiltern; Wenn man bereit ist wertungsfrei hinzuhören / -sehen.

 

Hinterfragt alles, lasst Euch nicht blenden und vertraut auf die stille, klare Wahrheit in Euch. Die ist bereits da und muss nicht erst erstellt werden. Höchstens freigelegt, bewusst bestätigt sowie integriert und verfeinert. Es bedarf hier den Mut sich selbst zu vertrauen und danach auszurichten - egal, was alle anderen um einen herum sagen oder davon halten. Am Ende ist nur wichtig, ob es funktioniert und das kann bei jedem anders aussehen.
Niemand kennt DEINE Wahrheit!

 

DIE EIGENE MEINUNG


Egal, was andere sagen und egal, wie viele etwas anderes sagen - die einzige Meinung, die für Dich zählt, ist Deine eigene.


Natürlich sollte man offen sein für andere Methoden und Sichtweisen, die dem eigenen Sein, Weg und Leben dienlich sein könnten. Es geht nicht darum, stur und starr auf der eigenen Meinung herumzureiten und keinen Millimeter abzuweichen und sich damit um Entwicklung und Erkenntnisse zu bringen. Sondern darum, sich selbst ein eigenes Weltbild zu erstellen und eine eigene Meinung zu entwickeln und das eigene Leben danach auszurichten.

 

Ein Weltbild sollte niemals starr sein, sondern stets wachsen und im Zweifel korrigiert werden. Eine eigene Meinung sollte nicht einfach übernommen und nachgeplappert werden (dann wäre es sowieso keine EIGENE Meinung), sondern am Leben abgeglichen, durch eigene Erfahrungen und Wissbegierde zusammen gepuzzelt und immer weiter verfeinert.

 

Nur derjenige, der sich sein eigenes Weltbild aus sich heraus aufgebaut hat, kann am Ende voll Stärke, Mut, Souveränität und Vertrauen dahinter stehen und seine Werte und Grenzen verteidigen. Derjenige kann sein Leben ausrichten nach den Werten, die er selbst für sein Leben abgesteckt hat. Und unerschüttlich gegenüber denjenigen sein, die versuchen ihn abzubringen oder von etwas anderem zu überzeugen. Wer die Wahrheit in sich selbst erkennen kann, braucht niemanden im Außen mehr, der ihn führt oder ihm etwas einredet. Er findet die Orientierung und den Halt in sich selbst und kann so jeder Situation im Leben souverän begegnen.


Ich habe früh erkannt, dass nur weil die Masse etwas glaubt oder sagt, es nicht unbedingt auch stimmen oder mir entsprechen muss. Dass es egal ist, was alle anderen sagen, denn meine Wahrheit ist und bleibt meine Wahrheit; selbst wenn ich der einzige Mensch auf der Welt bin, der etwas anders sieht. Und wenn ich eine Entscheidung treffe, dann stehe ich mit allem dahinter, egal ob andere versuchen es mir auszureden, egal ob andere das anders sehen oder bescheuert finden und egal was andere in ihrem Leben für sich entscheiden und tun.

 

Manchmal dauert es, bis ich so eine Entscheidung treffe, weil ich mir vorher den Raum und die Zeit nehme, mich wirklich damit auseinander zu setzen. Doch wenn ich dann so weit bin, treffe ich diese Entscheidung zu 100 % und bereue sie hinterher auch nicht. So eine Entscheidung ist sehr mächtig und das ganze Universum richtet sich dann neu aus! Dieser Weg erfordert eine Menge Mut und Selbstvertrauen und natürlich auch etwas Übung. Doch er lohnt sich, denn ein selbstbestimmtes Leben ist nicht nur geschmeidiger und effektiver in Bezug auf die eigene Schaffenskraft und den Lebensweg, sondern macht einfach auch viel mehr Spaß. ;-)

(Hanni)


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